CDU in Nordrhein-Westfalen macht den Weg frei für ein inklusives Bildungssystem
Hallo,
auf das am 02.12.2011 vorgelegte Positionspapier der CDU-Landtagsfraktion (s. meine Mail von gestern) gibt es bereits einige sehr positive Reaktionen.
Ich leite eine Presseinformation von mittendrin e.V. aus Köln und Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen Bonn weiter.
s. auch http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp/kobinet/custom/pub/content,lang,1/oid,28231
Auch der VBE hat breits positiv reagiert und stellt fest, "Das, was die CDU heute an Eckpunkten zum Thema Inklusion vorgelegt hat, geht deutlich über die bisherigen politischen Grundsatzerklärungen."
http://bildungsklick.de/pm/81536/vbe-gewinner-muessen-die-kinder-sein/
Wer meine Mail von gestern nicht hat, findet das Papier noch unter http://inklusion-dorsten.de/sites/default/files/attach/Inklusion_Schule.pdf
Gruß
Michael Baumeister
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mittendrin e.V.
Gemeinsam leben - Gemeinsam lernen Bonn e.V.
PRESSEMITTEILUNG
CDU IN NORDRHEIN-WESTFALEN MACHT DEN WEG FREI FÜR EIN INKLUSIVES BILDUNGSSYSTEM
ELTERNVEREINE ERWARTEN VOM LANDTAG JETZT SCHNELL DEN RECHTSANSPRUCH FÜR JEDES KIND AUF ALLGEMEINE SCHULE
2. 12.2011 Mit großer Freude haben Elternvereine in Nordrhein-Westfalen das neue Positionspapier der CDU-Landtagsfraktion zur inklusiven Bildung aufgenommen, das Fraktionschef Karl-Josef Laumann heute in Düsseldorf der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Darin fordert die CDU u.a.
- den individuellen Rechtsanspruch auf inklusive Bildung,
- eine unabhängige Elternberatung,
- eine gute Personalausstattung inklusiver Schulen
- eine Fortbildungs- und Qualitätsoffensive für das gemeinsame Lernen und
- das "frühest mögliche" Auslaufen einiger Sonderschulformen.
Die Qualität, mit der sich die nordrhein-westfälische CDU des Themas Inklusive Bildung angenommen hat, finden die Eltern "bemerkenswert".
"Am meisten freut uns, dass damit jetzt der Landtag fast geschlossen einen individuellen Rechtsanspruch auf inklusive Bildung befürwortet", sagt Eva-Maria Thoms vom Kölner Elternverein mittendrin e.V., "Einer kleinen Schulgesetznovelle, die das Recht auf Inklusion für das Schuljahr 2012/13 verwirklicht, steht damit nichts mehr im Wege". Dafür ist es zweieinhalb Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention für Deutschland auch höchste Zeit. Die Eltern fordern die Landtagsfraktionen auf, diese erste Gesetzesänderung nun unmittelbar auf den Weg zu bringen.
Danach könne zügig begonnen werden, das NRW-Schulgesetz und die nachfolgenden und begleitenden Rechtsvorschriften an die Anforderungen eines inklusiven Bildungssystems anzupassen. "Die Zeit drängt", sagt Ingrid Gerber, Vorsitzende von Gemeinsam leben - Gemeinsam lernen Bonn. "Viele Kommunen stehen in den Startlöchern, inklusive Schullandschaften aufzubauen. Die Pläne dafür sind in Arbeit. Weil aber die rechtlichen Grundlagen des Landes fehlen, kommt es immer wieder zu Verzögerungen - und droht die frische Energie, mit der diese Arbeit derzeit in Angriff genommen wird, ausgebremst zu werden
Für die rechtliche Ausgestaltung des inklusiven Bildungssystems seien die Positionen der CDU-Fraktion zwar noch nicht erschöpfend, wiesen aber in vielen Punkten in die richtige Richtung. "Besonders wichtig und richtig ist die Forderung der CDU nach einer unabhängigen Beratung der Eltern", betont Ingrid Gerber von Gemeinsam lernen - Gemeinsam lernen Bonn. "Eltern von behinderten Kindern müssen nach dem peer-Prinzip von Menschen beraten werden, die selbst betroffen sind und sie aus eigenem Erfahrungsschatz ermutigen.“ Auch die Forderung der CDU nach Abschaffung des AO-SF-Verfahrens und mithin der Etikettierung von Kindern und Jugendlichen finden die Eltern wegweisend. Das gleiche gilt für die Forderungen nach Qualität und Ausstattung des gemeinsamen Lernens.
"Die CDU in Nordrhein-Westfalen hat sich die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu eigen gemacht und setzt dabei weit über NRW hinaus Maßstäbe", schließt Eva-Maria Thoms vom mittendrin e.V. "Jetzt müssen die rot-grüne Koalition und die CDU im Landtag zeigen, ob sie gemeinsame Positionen in Gesetze gießen können und wollen oder ob es bei Lippenbekenntnissen bleibt".
Ihre Ansprechpartner:
Eva-Maria Thoms, mittendrin e.V., 0171 540 97 88
http://www.eine-schule-fuer-alle.info/
Ingrid Gerber, Gemeinsam leben – Gemeinsam lernen Bonn e.V., 0228 30 414 030
http://www.gl-gl-bonn.de/
